Praxistipp: Druckversion für Internetseiten
Leere Seiten, fehlende Textbestandteile oder abgeschnittene Ränder: Der Ausdruck von Internetseiten klappt häufig nicht einwandfrei. Da niemand gern längere Texte am Bildschirm liest, sollten Unternehmen, die auf ihrer Website Informationen bieten, ihren Kunden diese auch in einwandfreier Druckform zur Verfügung stellen.
Vier Möglichkeiten bieten sich im Wesentlichen an:
1. Für den Ausdruck von Internetseiten kann man auf einzelnen Seiten eine Druckfunktion vorsehen, bei dem der Text dann in einem weiteren Fenster erscheint und sich problemlos ausdrucken lässt. Dieses Angebot kann unter anderem durch „Seite drucken“ oder ein Drucker-Logo deutlich gemacht werden. Technisch gesehen wird zwischen verschiedenen Lösungen unterschieden: Clientseitig als HTML-Dokument. Serverseitig zum Beispiel per PHP-, CGI- oder ASP-Script. Direkt kann die Druckfunktion des Browsers ohne Vorschau auch über einen Javascript-Befehl aufgerufen werden.
2. Alternativ sollte immer eine CSS-Datei für die Druckversion angegeben sein. Dazu kann eine eigens hierfür erstellte CSS-Datei wie folgt im Quelltext eingebunden werden: <link rel="stylesheet" type="text/css" href="style_print.css" media="print" />
Diese wird dann vom Browser beim Drucken aufgerufen.
Nachteilig hierbei kann sein, das durch die CSS-Datei nur ansatzweise auf das Drucklayout eingegangen werden kann. Der eigentliche Ausdruck hängt am Ende dann vom installierten Drucker und seinen Einstellungen bzw. Möglichkeiten ab.
3. Unmittelbar für den Kunden geplante Informationen wie Preislisten, Datenblätter, Bedienungsanleitungen etc. sollten grundsätzlich auch im PDF-Format zum Download angeboten werden. Ein Vorteil liegt in den Layouttreue des Textes inklusive der Platzierung des Firmenlogos. Bei großen Datenmengen sollte die Angabe der Dateigröße nicht fehlen. Der kostenlos erhältliche Acrobat Reader zum Lesen der PDF-Dokumente gehört mittlerweile zum Standard.
4. Für weiteren Komfort kann man die Druckversion auch als dynamisch generiertes PDF-Dokument anbieten. Dazu sind allerdings serverseitig spezielle Programm erforderlich, die HTML-Dokumente in PDF-Dateien konvertieren können.
Für diese Vorgehensweisen finden Sie ein praktisches Beispiel auf der Website des E-Business-Beratungszentrums der IHK Hannover (Druckfunktion jeweils am Ende des Textes in der Fußleiste).
Unternehmen, die technisch nicht so versiert sind, sollten mit ihrem IT-Dienstleister über eine Umsetzung dieser Möglichkeiten sprechen.






