Donnerstag, 17. Mai 2012
IHK Hannover

    Deutschland vorn beim E-Business in Westeuropa

    Beim Einsatz von E-Business-Lösungen belegen deutsche Unternehmen im westeuropäischen Vergleich einen vorderen Rang. Dies geht aus der aktuell veröffentlichten Analyse „Elektronischer Geschäftsverkehr in Westeuropa: Mehr Vernetzung wagen!“ der Deutschen Bank Research hervor. Dagegen wird der elektronische Geschäftsverkehr von westeuropäischen Unternehmen häufig noch vernachlässigt. Grundsätzlich überwiegen hier einfachere Anwendungen, die nur begrenzte Anpassungen der Geschäftsprozesse erfordern.

    Die wesentlichen Ergebnisse:

    Westeuropäische Unternehmen nutzen E-Business-Anwendungen nicht ausreichend
    Grundsätzlich überwiegen einfache Anwendungen, die nur begrenzte Anpassungen von Geschäftsprozessen erfordern. Knapp die Hälfte aller Unternehmen aus den 15 untersuchten EU-Ländern nutzt das Internet für die Beschaffung, aber weniger als 20 Prozent bieten online Produkte an.

    Die überwiegende Anzahl der europäischen Unternehmen vergibt Produktivitätschancen die aus vernetzten Anwendungen in Verbindung mit organisatorischen Anpassungen resultieren können. Komplexere interne ITK-basierte Prozesse werden nur von 20 bis 25 Prozent aller Unternehmen eingesetzt. Auch die Vernetzung mit externen Partnern ist für die meisten Unternehmen derzeit noch Zukunftsmusik.

    Die nordischen Länder und Deutschland sind führend bei der Umsetzung von E-Business-Lösungen. Innerhalb Europas gibt es beträchtliche Unterschiede: Unternehmen aus großen EU-Ländern wie Italien und Spanien, aber auch aus Griechenland und Portugal, rangieren im Ranking der 15 EU-Länder hierbei auf den hinteren Plätzen. Dies liegt auch an der relativ großen Bedeutung des traditionellen Dienstleistungssektors in diesen Ländern.

    Der Rückstand der KMU im E-Business ist ausgeprägt
    Ein relativ großer Abstand beim Einsatz von E-Business-Lösungen im Vergleich zu den Großunternehmen ist u. a. bei komplexeren, vernetzten Anwendungen zu beobachten. Dies ist für das Produktivitätswachstum in Westeuropa von Bedeutung, da kleine und mittlere Unternehmen hier 50 bis 70 Prozent der Bruttowertschöpfung erbringen.

    Ausblick positiv
    Neue Technologien wie RFID oder Konzepte wie Serviceorientierte Architekturen dürften helfen, die Prozesseffizienz von Unternehmen künftig deutlich zu erhöhen. Durch IT Utility Services ergeben sich insbesondere Chancen für kleine und mittlere Unternehmen.

    Die 16-seitige Analyse von Deutsche Bank Research steht als PDF-Dokument kostenfrei zum Download zur Verfügung.

    Broschüre "Elektronischer Geschäftsverkehr in Westeuropa: Mehr Vernetzung wagen!"

    Tipp: Eine erste Adresse für E-Business im Mittelstand ist das Webportal PROZEUS. PROZEUS bietet Praxisberichte von rund siebzig kleinen und mittleren Unternehmen sowie zahlreiche Veröffentlichungen rund um E-Business und E-Business-Standards. Außerdem werden Fachveranstaltungen, Beratungen und eine Dienstleister-Datenbank angeboten.

    www.prozeus.de

    Nachricht vom: 12.02.2009

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