Sieben Tipps rund um die Domain
Die Wahl der Domain(s) ist von strategischer Bedeutung für Unternehmen. Eine rechtzeitige Entscheidung spart erfahrungsgemäß viel Ärger und Geld.
Angesichts mehr als 14,4 Mio. registrierter „.de-Domains“ (Stand: Juni 2011) schrumpft die Anzahl der verfügbaren „.de-Adressen“. Die Wahl des Domainnamens ist ein wichtiges Kriterium für den wirtschaftlichen Erfolg einer Website.
Was Sie dabei beachten sollten:
1. Wahl der Top Level Domain (TLD)
Bei einer rein nationalen Ausrichtung des Unternehmens sollte unbedingt eine „.de- Domain“ gewählt werden. Die TLD „.com“ ist die am häufigsten genutzte Domain und bei internationaler Ausrichtung dringend zusätzlich zu empfehlen. Im Zweifel sollten beide genutzt bzw. vorsorglich registriert werden. Die EU-Domain „.eu“ - aktuell sind mehr als 3 Mio. registriert – sichern sich zwar viele Unternehmen, offensiv damit geworben wird zumindest in Deutschland aber relativ selten.
Ob die gewünschte Domain verfügbar ist, kann beispielsweise unter
- www.denic.de (.de-Domains),
- www.internic.com (.com-, .biz-Domains u. a.),
- www.whois.eu (.eu-Domains)
geprüft werden.
2. Trend zu Länder-Domains
Bei wichtigen Auslandsmärkten sollte auch über eine Reservierung der jeweiligen Länderdomain nachgedacht werden!
Eine komfortable Recherche von Länder-Domains nach Kontinenten ermöglicht u. a. www.united-domains.de
3. Schlüsselbegriffe in der Unternehmensdomain
Die Domain sollte möglichst Schlüsselwörter (sogenannte Keywords) enthalten, die in engem Zusammenhang mit dem Geschäftsfeld stehen. Der Suchende erkennt dann leichter, ob das Angebot zu ihm passt. Außerdem werten Suchmaschinen auch die Domain auf Schlüsselbegriffe aus, was sich wiederum positiv beim Ranking in den Suchmaschinen bemerkbar macht.
Beispiel: Das Unternehmen Meier handelt mit Schrauben. Es bieten sich daher die Domains schraubenmeier.de und schrauben-meier.de an.
Ist die gewünschte Domain nicht mehr verfügbar und sind keine überzeugenden Alternativen vorhanden, lohnt sich ein Blick auf die Handelsplattform Sedo. Hier werden bereits registrierte Domains zum Kau angeboten: www.sedo.de.
4. Kürze
Die gewählte Domain sollte kurz und einprägsam sein: Lange und komplizierte Worte erhöhen die Anfälligkeit für Tippfehler und lassen sich zudem schlecht merken. Gegebenenfalls empfiehlt sich sogar der Einsatz von zwei Domainnamen mit unterschiedlichen Schreibweisen, der richtigen sowie der häufig falsch geschriebenen.
5. Bindestrich
Besteht die Domain aus zwei eigenständigen Begriffen, sollte diese möglichst mit und ohne Bindestrich registriert werden. Beispiel: Die Firma heißt Schulze und vertreibt Markisen. Registriert werden sollte sowohl die Domain schulzemarkisen.de als auch schulze-markisen.de.
6. Rechte Dritter
Bei der Registrierung einer Domain können auch die Rechte Dritter, zum Beispiel Markenrechte, betroffen sein. Unter www.domain-recht.de gibt es sieben sogenannte „Goldene Domain-Regeln“, die hierzu wichtige Hinweise geben.
Weiterhin bietet die DENIC eG unter www.denic.de Einzelheiten zum sogenannten DISPUTE-Eintrag (relevant für Anspruchsteller, der sich durch eine Domain in seinen Rechten verletzt fühlt) inklusive der erforderlichen Formulare.
7. Nutzung von Subdomains/Unterverzeichnissen
Websites werden immer umfangreicher und damit wird für den Nutzer die rasche und gezielte Navigation erschwert. Die Einrichtung von Subdomains oder Unterverzeichnissen, beispielsweise für unterschiedliche Geschäftsfelder und Zielgruppen, kann hilfreich sein.
Beispiel: Die Firma Karl vertreibt Pumpen aller Art unter www.pumpen-karl.de. Durch den Einsatz der Subdomain und deren Vermarktung käme der Kunde via www.zahnradpumpen.pumpen-karl.de beispielsweise auf dem schnellsten Weg zum Bereich der Zahnradpumpen, statt umständlich über die Startseite zu gehen.
Alternativ zur Subdomain kann man auch über die Einrichtung eines Unterverzeichnisses nachdenken. Das sähe dann wie folgt aus: www.pumpen-karl.de/zahnradpumpen
Die letztgenannte Variante wird in der Praxis eher genutzt.






